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Nach dem 11. März 2011: Die Revitalisierung der Tôhoku Region

Vortrag von Dr. Stephanie Assmann (Akita University)

02.05.2013

Bereits vor dem Unglück des 11. März 2011 hatte die Tohoku Region im Norden Japans mit einer überalterten Bevölkerung, niedrigen Geburtenraten, der Abwanderung junger Bevölkerungsschichten in Großstädte und dem Niedergang der Landwirtschaft zu kämpfen.

Dieser Vortrag untersucht die Folgen der Dreifachkatastrophe aus der Sicht von lokalen Regierungsinitiativen und NGOs, die die Region durch Tourismus in Verbindung mit regionaler Esskultur wiederzubeleben versuchen. Die Tourismuszentrale von Tohoku hat 2011 eine einjährige Kampagne initiiert, mit dem Ziel, vor allem inländischen Tourismus zu stärken. Eine weitere Kooperation zur Förderung regionaler Esskultur besteht zwischen der Präfekturregierung Miyagi, Landwirten und Kurhotels in Miyagi.

Aber sind Initiativen dieser Art ein geeignetes Mittel zur Sanierung der Region, die nicht nur an den Folgen der Dreifachkatastrophe und der Stigmatisierung der Agrarprodukte leidet, sondern sich auch von einem Verfall der Landwirtschaft und einer potentiellen Öffnung des Agrarmarktes für den Freihandel bedroht sieht? Auf der Grundlage von Interviews mit Organisatoren von Tourismusinitiativen und Landwirten geht dieser Vortrag der Frage nach, ob der 11. März 2011, der eine beispiellose Zäsur darstellt, als Katalysator des Niedergangs der Region wirkt oder als Chance für einen Neuanfang gesehen werden kann.