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Glück und Zivilgesellschaft in Japan nach dem 11. März 2011

Vortrag von Dr. Tim Tiefenbach (DIJ Tokyo)

19.12.2013

Abstract

Tim Tiefenbach berichtet von seinem momentanen Forschungsprojekt am Deutschen Institut für Japanstudien (DIJ) über den Zusammenhang von Glück und politischer Partizipation. Für ein besseres Verständnis der Materie werden einleitend das Vorgehen und die Methode der ökonomischen Glücksforschung erläutert sowie allgemeine internationale und japan-spezifische Ergebnisse vorgestellt.

Im Anschluss daran wird die Entwicklung der Bürgergesellschaft (Spenden und Freiwilligkeitsarbeit) nach der Dreifachkatastrophe des 11. März beschrieben und mit statistischen Methoden analysiert. Es zeigt sich, dass die Katastrophe maßgeblich die Bereitschaft beeinflusst, zu spenden und Freiwilligkeitsarbeit zu leisten.

Schließlich wird auf die politische Partizipation von Frauen in der Gemeinde eingegangen. Während in der internationalen Literatur politische Partizipation oft mit einer höheren Lebenszufriedenheit einhergeht, zeigt sich das Gegenteil im Fall japanischer Frauen; diese werden unglücklicher durch politische Partizipation. Die Analyse zweier Datensätze geht den Ursachen für dieses Paradox auf den Grund.

Personenbeschreibung

Tim Tiefenbach promovierte nach seinem Studium von "Philosophy and Economics" 2011 im Fach Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth. Seit Oktober 2011 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am DIJ und forscht im Rahmen des Institutsschwerpunktes "Glück und Unglück in Japan" aus ökonomischer Perspektive zu den Determinanten von Glück in Japan. In seinen laufenden Forschungsprojekten untersucht er unter anderem den Effekt der Dreifachkatastrophe des 11. März 2011 auf das Glücksempfinden sowie die Bereitschaft, zu spenden und Freiwilligkeitsarbeit zu leisten. In einem weiteren Forschungsprojekt untersucht er die Glückseffekte von politisch aktiven Frauen in der Gemeinde.