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Der Kinderwunsch junger Männer in Deutschland und Japan im Kontext von Wohlfahrtsstaat und Lebenslauf

 

Projektvorstellung von David Georgi, M.A. (München/Duisburg-Essen)

In Deutschland und Japan nimmt der Diskurs zur lowest-low fertility, in zahlreichen unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen, eine zunehmend bedeutende Rolle ein.

Innerhalb der Gesellschaftswissenschaften liegt der Fokus dabei oftmals auf den Kernbereichen der Work-Life-Balance, insbesondere im Hinblick auf den Wandel der weiblichen Bildungs- und Erwerbsbiographien, oder auf den Veränderungsprozessen innerhalb der Familienstrukturen.

Als Zwischenstand meines Dissertationsprojektes soll sich der Vortrag mit zwei Aspekten befassen. Zum einen mit der grundlegenden Problematik der Eingrenzung einer Forschungsfrage bzw. eines Forschungsbereiches, zum anderen mit dem im Titel erwähnten „Kinderwunsch junger Männer in Deutschland und Japan im Kontext von Wohlfahrtsstaat und Lebenslauf“. Der Fokus meiner Arbeit liegt hierbei auf einem Bereich, dem im wissenschaftlichen Diskurs um die lowest-low fertility zumeist eine relativ geringe Bedeutung beigemessen wurde. Der Einfluss junger Männer auf die Geburtenraten und die Realisierung des Kinderwunsches wurde lange ignoriert oder bestenfalls im Kontext der „neuen Väter“, angeschnitten.

Für mich erwächst aus diesem Fokus jedoch die Frage nach den Einflüssen von wohlfahrtsstaatlichen Rahmenbedingungen und zunehmend de-standardisierten Lebensläufen auf die Spezifika des männlichen Kinderwunsches und dessen Erfüllung bzw. Erfüllbarkeit. Wie unterstützt oder untergräbt der deutsche bzw. japanische Wohlfahrtsstaat die Realisierung des Kinderwunsches junger Männer? Welche Bedeutung haben Veränderungen in den Lebenslaufbereichen Beruf und Vaterschaft, auf den Kinderwunsch und dessen Realisierung?