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Japanischer Jugendstil

Betrachtungen mit Fokus auf Takehisa Yumeji (1884 – 1934)

19.11.2014

Vortrag von Sabine Schenk, M.A. (Japan-Zentrum, LMU München)

Es ist unumstritten, dass die Formensprache der Moderne ohne Anleihen aus der japanischen Kunst wohl einen anderen Weg eingeschlagen hätte. Zunächst durch die Japanmode in der Kunst, dem Japonismus, und schließlich durch Aneignung von Darstellungsprinzipien aus den traditionellen Künsten Japans im Jugendstil fanden prominente Umrisslinien, Flächigkeit, sowie kühne Raumkompositionen Eingang in die Kunst Europas und Nordamerikas. Ähnlich wie dort beschäftigen Fragen an Design, Ästhetik und die Rolle der Kunst im Alltag, wie sie im Jugendstil gestellt wurden, zeitgenössische japanische Kunstschaffende gleichermaßen. Der Vortrag geht der Frage nach, ob man in diesem Zusammenhang von einer japanischen Version des Jugendstils sprechen kann. Ob wohl die Blüte des Jugendstils in Europa in den Zehnerjahren des 20. Jahrhunderts zu verblassen begann, setzte sich in Japan das Interesse an dessen Ideen fort. Dies kann unter anderem bei dem Künstler, Poeten, Grafiker und Designer Takehisa Yumeji (1884–1934), oder kurz Yumeji, beobachtet werden. Dieser ist bis heute u.a. dafür bekannt, dass er Elemente des Jugendstils in seinem für den Taishō-Romantizismus (Taishō roman) paradigmatischen Werk heranzog. Der Vortrag wird sich daher am Beispiel von Yumeji mit Aspekten von Jugendstil in Japan auseinandersetzen und dabei insbesondere auf kulturübergreifende Phänomene eingehen.

Zur Referentin

Sabine Schenk studierte Japanologie, Kunstgeschichte und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der LMU München und absolvierte ein Austauschjahr an der Universität Kyoto. Nach einem Museumsvolontariat am Clark Center for Japanese Art and Culture in Kalifornien sowie einem Forschungsaufenthalt am Deutschen Institut für Japanstudien, Tokyo, ist sie derzeit Doktorandin und Lehrbeauftragte am Japan-Zentrum der LMU.

Zeit: Mittwoch, 19.11.2014, 19:00 Uhr
Ort: Oettingenstr. 67, Raum U151

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Bayern e.V.