Japan Zentrum
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Kolloquium/Vortragsreihe zu aktuellen Themen im Wintersemester 2020/21

Buchvorstellung Studying Japan: Research Design, Fieldwork and Methods (2020)

17.12.2020 12:15 Uhr – 13:45 Uhr

Studying Japan ist das erste umfassende Methodenhandbuch für die qualitative sozialwissenschaftliche Japanforschung. Mehr als 70 Wissenschaftler*innen aus der ganzen Welt führen systematisch in den gesamten Forschungsprozess von der Themenfindung bis zur Veröffentlichung ein. Das Handbuch bietet einen leicht verständlichen Überblick über die Methodenvielfalt, die in der Forschung zu Japans Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Geschichte und Kultur zum Einsatz kommt. Die Autor*innen stellen Grundlagen vor, diskutieren aktuelle Trends und geben anhand eigener Erfahrungen konkrete Tipps zur Umsetzung. Das Handbuch eignet sich als Grundlage für Methodenkurse; die einzelnen Kapitel können jedoch auch zum Nachschlagen oder zum Selbststudium verwendet werden. Es ist damit ein Muss für Studierende, Promovierende, Lehrende und Forschende aus den Area Studies und den Sozialwissenschaften mit Interesse an der Japanforschung!
In ihrem Vortrag stellen die Herausgeberinnen das Buch vor und diskutieren Einsatzmöglichkeiten des Handbuchs in der Methodenausbildung. Gemeinsam mit einigen Autor*innen stellen sie ausgewählte Inhalte vor. Darüber hinaus geben Sie Einblicke in den Entstehungskontext des Handbuchs und in eigene Erfahrungen mit Methodenkursen in japanologischen Studiengängen in und außerhalb Deutschlands. Sie erhoffen sich, eine Diskussion über Methoden und deren Vermittlung in der Japanforschung zwischen Wissenschaftler*innen, Lehrenden und Studierenden anzuregen.

Nora Kottmann ist seit September 2018 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am DIJ Tokyo. Von 2008 bis 2018 war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Modernes Japan der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf tätig. Ihre Promotion – eine sozialwissenschaftliche Studie zu Heiratsentscheidungen junger Erwachsener in Japan (Heirat in Japan, 2016) – schloss sie ebenfalls in Düsseldorf ab. Ihre Forschungsinteressen umfassen u.a. persönliche Beziehungen, Intimität, Raum, Gender, mobile und multilokale Lebens- und Beziehungsformen, Expat-Gemeinschaften sowie methodologische Fragestellungen. Aktuelle Publikationen umfassen Buchkapitel zu Beziehungswelten lediger Personen (2019) und zu japanischen Frauen in der Düsseldorfer Gastronomie (2020).

Cornelia Reiher ist Professorin für Japanologie an der Freien Universität Berlin und Vizedirektorin der Graduate School of East Asian Studies. Sie promovierte zu lokaler Identität in ländlichen Räumen Japans an der Universität Leipzig und forscht aktuell zu Lebensmittelsicherheit, Ernährung und Stadt-Land-Migration in Japan sowie zu kulinarischer Globalisierung und japanischer Küche in Berlin. Darüber hinaus engagiert sie sich für die Methodenausbildung in der Japanologie. 2018 erschien das Special Issue Fieldwork in Japan: New trends and challenges in ASIEN – The German Journal on Contemporary Asia. Studentische Projekte und Ergebnisse ihrer Methodenkurse an der FU Berlin präsentiert sie seit 2016 auf dem Blog Forschungswerkstatt Japanische Küche in Berlin (https://userblogs.fu-berlin.de/forschungswerkstatt-japan/).