Japan Zentrum
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Die schwierige Kunst der einfachen Körpersprache - Augen aufreißen, Kopf schütteln und Mundwinkel lockern

Übersetzerwerkstatt mit Ursula Gräfe (Frankfurt)

Abstract

Japanisch ist im Top-10-Ranking der ins Deutsche übersetzten Sprachen seit Jahren auf den dritten Platz abonniert, auch wenn diese positive Bilanz vor allem Manga-Übersetzungen zu verdanken ist. Dennoch nehmen Verlage immer mehr Werke jüngerer AutorInnen – wie Sayaka Murata oder Nanae Aoyama – sowie auch Kriminalromane ins Programm, Tendenz steigend. Im Vortrag sollen die Rolle der Literaturübersetzer und die Anforderungen an sie näher beleuchtet werden.

Im praktischen Teil unseres Workshops geht es um Keigo Higashino (*1958), einen der auflagenstärksten Krimi-Autoren in Japan, der sich in Deutschland ebenfalls einiger Beliebtheit erfreut. Seine Plots sind ausgefeilt und anspruchsvoll, die Lösung der Fälle stets intelligent und verblüffend. Sprachlich zeichnet er sich durch eine naturalistische, anschauliche Erzählweise aus, bei der viele körpersprachliche Redewendungen (wie me o maruku suru 目を丸くする) mit meist figurativer Bedeutung zum Einsatz kommen. Anhand einer Textpassage aus Higashinos Roman Manatsu no hôtei shiki (真夏の方程式, 2015) wollen wir diskutieren, wie wir dieser Eigenheit in einer deutschen Übersetzung gerecht werden können.

Ablauf

16:15-16:20 Begrüßung und Einführung (Evelyn Schulz)
16:20-17:10 Vortrag: Was macht ein Literaturübersetzer? (Ursula Gräfe)
17:10-17:30 Diskussion und offene Fragerunde
17:30-17:45 Pause
17:45-19:30 Workshop (Ursula Gräfe)

Zeit und Ort

Donnerstag, 27. Juni 2019
16:15–19:30 Uhr
Japan-Zentrum, Oettingenstr. 67, Raum B001

(Organisation: Prof. Dr. E. Schulz).

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Teilnehmer*innen erhalten den zu bearbeitenden Textauszug auf Wunsch vorab per Mail oder als Ausdruck. Bitte wenden Sie sich an Frau Carolin Fleischer: c.fleischer@lmu.de.