Japan Zentrum
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Japanologische Ansätze zur Katastrophe vom 11. März 2011

Panelleitung: Johannes Wilhelm (Wien), Susanne Klien (Sapporo)

Anlässlich des 15. Japanologentages in Zürich fand ein Panel zur unmittelbaren Katastrophenhilfe statt, worin zunächst über die Lage der Bewohner in verschiedenen Orten Tōhokus berichtet und mögliche Wege einer konkreten, unmittelbaren Unterstützung erörtert wurden. Die Teilnehmer in Zürich kamen überein, dass die Situation im Katastrophengebiet viefältig und schwierig zu fassen sei. Daraus ergab sich einerseits die Aufgabe, die vielfältigen Narrative der betroffenen Menschen in Tōhoku zu dokumentieren. Andererseits wurden mögliche Fragestellungen für eine mittel- und längerfristige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Katastrophe erörtert. Im Rahmen des Panels wurden aktuelle Forschungsthemen und relevante Ansätze aus der deutschsprachigen Japanologie präsentiert, sowie in Kontext zu japanischen Forschungsdiskursen gestellt.

Session 1

  • Florian Meißner: Regionalmedien nach 3.11. Community-Journalismus im Zeichen der Katastrophe
  • Christian Dimmer: Lokale Governance und kreative, zivilgesellschaftliche-gestützte Place-Making Strategien in Japans Wiederaufbaugebieten
  • Susanne Klien: Moral und Lebensqualität vor Profit? Volunteers, Sozialunternehmer und alternative Lebens- und Arbeitsweisen in Tohoku

Session 2

  • Christian Tagsold: Die Olympischen Spiele Tokyo 2020 als symbolische Lösung für die nordjapanische Dauerkrise?
  • Johannes Wilhelm: Überlegungen zur Resilienz in Küstenorten an der südlichen Sanriku-Küste anhand einer Analyse der Erhebungsergebnisse vom 13. Fischereizensus von 2013
  • Cornelia Reiher: Bürgermessstationen - Wissensproduktion über Lebensmittelsicherheit durch zivilgesellschaftliche Akteure nach 3.11

Session 3

  • Phoebe Holdgrün/Barbara Holthus: Gender und politische Partizipation nach 3.11. Eine Fallstudie zur "unsichtbaren" Zivilgesellschaft
  • Wolfgang Fanderl: Es geht voran. Ein (Rück-)Blick auf die Nachhaltigkeit von Wiederaufbauplänen und Hilfsaktionen
  • Tim Tiefenbach/Florian Kohlbacher: Regionale Effekte des 11. März auf Glücksempfinden und Spendenbereitschaft

anschließend: Interne Besprechung über eine mögliche Publikation und das weitere Vorgehen für eine Anschlussveranstaltung beim Japanologentag 2018.