Japan Zentrum
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Sektion Ethnologie

Sektionsleitung: Christoph Brumann (Halle)

 

Die Stützen der Gesellschaft: Feldforschung in japanischen Organisationen

Japanische Normalität und die Unterfütterung des gesellschaftlichen Status quo wird wie in allen modernen Gesellschaften häufig durch Organisationen erzeugt, und die sozialwissenschaftliche Forschung hat die Japaner gerne als "organisation men" (mit sowohl real begründetem als auch forschungsperspektivischem gender bias) gezeichnet, die sich besonders reibungslos in solche Kontexte einfügen. Feldforschungen in japanischen Firmen oder Bildungseinrichtungen haben diese Vorstellungen relativiert, aber zu anderen tragenden Organisationen (etwa Medienredaktionen, Stadtverwaltungen, Krankenhäuser, Gerichte, Wirtschaftsverbände, Expertenkommissionen oder Lokalparlamente) besteht noch Forschungsbedarf. Die Sektion führte ethnographische Forschungen in japanischen Organisationen zusammen und stellte die Frage, wie diese gesellschaftliche Normalität produzieren und vielleicht auch untergraben. Helfen uns alte Formeln wie die der tateshakai noch weiter oder wie müssen wir uns ihr Funktionieren erklären? Und wie "japanisch" sind solche modernen Organisationen überhaupt?

Session 1: Die Stützen der Gesellschaft. Feldforschung in japanischen Organisationen

  • Sabine Meise: Die Spezifik ländlicher Regionen bei der Gestaltung Inklusiver Schulen. Das Fallbeispiel Joetsu (Niigata)
  • Vitali Heidt: Frauen pflegen, Männer organisieren. Struktureller gender bias in Organisationen der Altenpflege
  • Sebastian Hofstetter: Alternative Pflegeorganisation in Japan. Der Wandel der Workers Collectives auf den Quasimärkten der japanischen Gesundheitswirtschaft

Session 2: Freie Beiträge

  • Celia Spoden: Weiterleben lernen. Strategien im Umgang mit chronischer Krankheit. Fallbeispiele aus Japan
  • Florian Purkarthofer: Tokioter Raumethnographien. Lebensräume zwischen individueller Wahrnehmung und sozialer Konstruktion
  • Maria Grajdian: Auf der Suche nach der verlorenen Unschuld. Mein Nachbar Totoro und das "Haus von Satsuki & Mei" (EXPO 2005-Gelände) oder über neue Herausforderungen der Feldforschung im Zeitalter des Cool Japan