Japan Zentrum
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Sektion Kunstgeschichte

Sektionsleitung: Hans Bjarne Thomsen (Zürich)
Kontakt: thomsen@khist.uzh.ch

Raum: DZ 007
Zeit: Timeslot 8-9 (Freitag 11:00-12:30 und 14:00-15:30)

In den letzten Jahren haben wir die Jubiläen diplomatischer Beziehungen zwischen Japan und zwei (größtenteils) deutschsprachigen Ländern in Europa erlebt — 2011 zunächst das 150-jährige Jubiläum zwischen Japan und Preussen (weitgehend als "Deutschland" beworben) und 2014 das ebenfalls 150-jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen Japan und der Schweiz. Beide dieser Ereignisse wurden (oder werden im Falle der Schweiz noch immer) als wichtige Jubiläen auf Staatsebene gefeiert und werden von den entsprechenden Regierungen und anderen Organisationen durch die Einrichtung von Webseiten, Ausstellungen und einer Vielzahl anderer Veranstaltungen unterstützt.
Wie kann die Disziplin der japanischen Kunstgeschichte als eine Geschichte der Interaktion zwischen dem Westen (hier betrachtet als die beiden deutschsprachigen und andere Länder) und Japan gesehen werden? Wie kann das Studium der Kunst als ein Verbindungsweg zwischen zwei Welten und über Grenzen hinweg angesehen werden – entweder im physischen Sinne durch die tatsächlichen Reisen der Sammler und Objekte, oder im metaphysischen Sinne durch die Bewegung von Konzepten und Methodologien?
Was können wir über die Rolle der Mittler, die Verbindungen zwischen diesen beiden Welten schaffen, sagen? D.h. im Fall der Bewegung von Objekten: die Sammler, Mittelsmänner, Händler und Institutionen, welche Verbindungen schaffen; und im Fall der Metaphysik die Professoren, Philosophen, und Intellektuellen, die (sowohl tatsächlich als auch virtuell) zwischen diesen beiden Welten gereist sind? Und was kann vor allem über die Tätigkeit und die Rolle der Museen gesagt werden, welche die Lücke überbrückten: die Kunstmuseen, Völkerkundemuseen, Textilmuseen, Historische Museen und viele andere Arten von Institutionen?

Session 1: Verbindungen zwischen Osten und Westen

  • Nora Usanov-Geißler: "Barbaren aus dem Süden"?! Multiethnische Akteure auf nanban byōbu (1590-1650) und deren Marginalisierung im kunsthistorischen Diskurs
  • Karolin Randhahn: Handelsstrategien der VOC und ihre Auswirkungen auf japanische Exportobjekte
  • Sabine Schenk: Illustrierte Notentitel im Jugendstil. Graphikdesign und visueller Transfer zwischen Europa und Japan

Session 2: Individuelle Vorträge

  • Jonas Rüegg: Ukiyogata rokumai byōbu. Die Weltreise eines gōkan-Romans
  • Berenice Möller: Utai'ehon. Nō-Theater in Bildern
  • Tom Grigull: Japanische Larven und Masken. Kunsthistorische und performative Aspekte