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Gewalt und Zivilität

Protestformen im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Panelleitung: Tino Schölz, Maik Hendrik Sprotte

Während in öffentlichen Debatten und der nicht-akademischen Publizistik nach wie vor ein normativ aufgeladenes Konzept von "Zivilgesellschaft" als mutmaßlich der Gewaltfreiheit und den Prinzipien der Pluralität sowie der Freiwilligkeit verpflichteter Motor von Demokratisierung, mithin als Kern des Guten, Schönen und Wahren historischer Entwicklung, vorherrscht, hat sich die historische Bürgergesellschaftsforschung in den letzten Jahren verstärkt den Ambivalenzen und "dunklen Seiten" dieses spezifischen gesellschaftlichen Gefüges zugewandt. Das Panel schloss an diese Entwicklung an, indem es mit Gewalt und Zivilität die "vermeintliche Basisantynomie" (J. Leonhardt) bürgergesellschaftlicher Strukturen und Handlungsmuster thematisierte.

Session 1

  • Tino Schölz/Maik Hendrik Sprotte: Einführung
  • Oleg Benesch: Geistesgeschichtliche Grundlagen von Gewalt und Zivilität im japanisch-chinesischen Kontext
  • Christoph Mittmann: Gesellschaftlicher Widerstand in der Edo-Zeit am Beispiel Osakas

Session 2

  • Tino Schölz: Das Universum umwälzen. Der Widerstand von shizoku gegen die Reformen des jungen Meiji-Staates
  • Maik Hendrik Sprotte: Über die Schönheit in der Disharmonie und den Wohlklang als Lüge. Das Design des Taishō-demokratischen Protests
  • Juljan Biontino: Zwischen kultureller Aktivität und bewaffnetem Widerstand. Protestformen im Korea unter japanischer Herrschaft, 1910-1945