Japan Zentrum
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Sektion Theater

Sektionsleitung: Eike Grossmann (Hamburg)
Kontakt: eike.grossmann@uni-hamburg.de

Raum: AU 113
Zeit: Timeslot 7-8 (Freitag 09:00-10:30 und 11:00-12:30)

Teil 1: Berichte aus laufenden Projekten zum japanischen Theater

Beiträge über neuere, bereits abgeschlossene oder aber noch laufende Projekte zum japanischen Theater.

Session 1

  • Carolin Fleischer: Terayama Shūjis Tausendundeine Nacht. Shinjuku-Ausgabe. Die urbane Stadt als Aushandlungsort nachkriegszeitlicher Lebensentwürfe im Nexus von Globalität und Indigenität
  • Lisa Mundt: Vom Protest zur Resignation. Eine Wende der japanischen Theaterszene nach "Fukushima"?
  • Hanna McGaughey: Eine Relativierung der Kosmologie des Begriffs shizen ("Natur") in der Zeami-Forschung. Zur Relevanz moderner Übersetzungen für die Erforschung vormoderner Literatur

Teil 2: Mensch und Natur auf der Bühne. Konzepte und Repräsentationsformen

Abhängig von kulturellem und historischem Kontext nehmen Menschen eine ambivalente Haltung gegenüber "Natur" ein. Ihre Positionen changieren unter anderem zwischen Naturliebe und rücksichtsloser Ausbeutung, zwischen Verehrung und Furcht, so kann Natur als behütend-einladend oder bedrohlich-zerstörerisch empfunden werden. Ein drastisches Beispiel der jüngsten Geschichte für die Erschütterung eines naturzentrierten Selbstbildes ist die Dreifachkatastrophe von Fukushima. Sie macht deutlich, dass sich Konzepte von Mensch, Natur und deren Machtverhältnissen in einem Prozess der ständigen Neubewertung befinden und zugleich ihren historischen Wurzeln eng verhaftet sind.
Die japanischen Theater- und Aufführungstraditionen haben an der Organisation und Konstruktion von Natur wesentlichen Anteil und weisen Natur zum Beispiel symbolische und allegorische Bedeutungsdimensionen zu. Möglich sind u.a. Beiträge, die sich mit Naturkonzeptionen und Naturphänomenen (Landschaft, Jahreszeiten usw.) im vormodernen und/oder modernen Theater beschäftigen, die Anwendbarkeit des Ecocriticism diskutieren, Konzepten und Repräsentationsformen des Natürlichen nachgehen oder die zeitgenössische Theaterszene nach Fukushima analysieren.

Session 2

  • Maria Grajdian: Die Rückkehr der Weiblichkeit. Takarazuka Revue, globale Zuschauer und die Macht der Ehrlichkeit als konsumtreibende Aufführungsstrategie im spätmodernen Japan
  • Annegret Bergmann: Am Rande der Öffentlichkeit. Nationaltheater in Tōkyō